Prototyp

M13 - Astrofotografie in der Stadt

ESO/B. Tafreshi (twanight.org)

20 April 2017   Thomas Wassmuth

Der Kugelsternhaufen Messier M13 gehört eher zu den einfachen Standardobjekten in der Astrofotografie. Doch unter aufgehelltem Stadthimmel mit 18.25 arcsec² ist man unter dünnen Cirren schon glücklich…

In der Dortmunder City sind mal gerade Arctur, Vega und Polaris zu sehen, Jupiter, Rudimente von ursa major - von M13 nichts zu sehen, nicht mal im 10X50 Fernglas. Zum first light eines Omegon APO mit 102mm/714mm inklusive Koma-Korrektor mit DSLR im Primärfokus sollte es reichen.

Über das Wolkenradar des DWD und der eingebetteten App Windytv kann nach Höhen sortiert das Wolken- und Windgeschehen beurteilt werden; eine Wolkenlücke von 22:00 bis 23:30 war in der kleinräumigen Darstellung zu erwarten.

Montierung ausbalancieren (der Dreilinser ist recht kopflastig), einnorden via Polsucher-App, Synscaninit-Prozedur abschließen, M13 im Menue auswählen - im Liveview der EOS700 war M13 schon zu sehen. Schärfe korrigieren, Auszug fixieren und bei ISO400 und 60s entstand dieses Bild. Die RAW-Aufnahmen harren noch der Bearbeitung in LR. Das gezeigte Foto ist eine Einzelaufnahme, tonwertkorrigiert mit der Freeware FastStone Imager.

Messier 13
Thomas Wassmuth
Messier 13

Fazit: Montierung läuft auch ohne Guiding bei kurzer Belichtungszeit genau genug, der Komakorrektor sorgt tatsächlich für weitgehend runde Sterne, für vier Zoll Öffnung ein passables Ergebnis.